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Au revoir, Isiro
Die vergangenen Wochen waren gefüllt mit Abschied nehmen, Arbeiten abschliessen, Besuche machen, Koffer packen, Hände schütteln, für Abschiedsfotos posieren, Kleinigkeiten verschenken und Adressen austauschen. Am Freitag nämlich stand unser Abschied von Isiro an: nach zwei Jahren im Kongo sind wir am Ende unseres Einsatzes mit Medair und fliegen morgen zurück nach Deutschland. Zwei Jahre, in denen unser Weblog ein willkommenes Notizbuch für Ereignisse und Eindrücke, Gedanken und Bilder war!
Zum Abschluss ein Vorher-Nachher Bild: (1) Abflug am 4. November 2007 in Berlin und (2) Abreise am 30. Oktober 2009 in Isiro.
LRA-Artikel veröffentlicht
Ich lade ein zum Lesen, denn ein Artikel von mir zum Konflikt der Lord's Resistance Army ist vom Freitag veröffentlicht worden. Zu finden ist er unter http://www.freitag.de/politik/0940-kongo-dungu-fluechtlinge und Kommentare sind wärmstens erwünscht! Hier folgt die Leseprobe...
DIE VERGESSENE KATASTROPHE
Es gibt Katastrophen, die erscheinen täglich in den Nachrichten. Und es gibt solche wie die im Nordosten der Republik Kongo, von denen weltweit kaum einer weiss.
Im Flüchtlingscamp von Dungu spendet ein Unterstand aus Bambusstangen ein wenig Schatten in der tropischen Hitze. Kinder, die eigentlich in der Schule sein sollten, sind in ein Kugelspiel vertieft. Zwei Zehnjährige tragen Strohballen auf dem Kopf heran; eine neue Hütte soll gedeckt werden. "Wir dachten, wir könnten nach ein paar Wochen zurück nach Hause," seufzt eine junge Mutter, die sich die Haare flechten lässt. "Jetzt sind wir schon ein Jahr hier."
Ein Jahr LRA: Ein Opfer erzählt
Gestern war Jahrestag. Ein trauriger Jahrestag. Denn am 17. September 2008 startete die Lords Resistance Army ihren blutigen Feldzug, in dem sie zwanzig Dörfer an einem Nachmittag überfiel. Sie entführen Kinder, plündern Häuser und töten: 141 Menschen kamen an diesem Tag ums Leben. Heute habe ich im Flüchtlingscamp von Dungu Aimé besucht, die sich an den Schreckenstag noch genau erinnert:
Als sie in unser Dorf Duru kamen, verstellten sie sich als freundliche Besucher. Sie grüssten uns und scherzten, als sie an uns vorüber gingen. Wir wussten ja nicht, wer sie waren, fügt sie leise hinzu als müsste sie sich dafür entschuldigen, dass niemand verhinderte, was dann geschah. Die Rebellen holten plötzlich Waffen hervor und nahmen die Schule ins Visir. Aimés sechzehnjährige Tochter Suzanne sass an einer der Schulbänke. Einige Kinder versuchten, die Fenster einzuschlagen und zu fliehen, doch die Rebellen hatten sie umzingelt. Aneinandergebunden wie Sklaven wurden sie abgeführt, entführt.
Die Schule, der Markt, das katholische Konvent standen anschliessend in Flammen. Aimé hat seit jenem Tag ihre sechzehnjährige Tochter Suzanne nicht mehr gesehen. Welches Schicksal im Rebellencamp der LRA wohl auf sie gewartet hat, darüber mag Aimé nicht nachdenken und schon gar nicht sprechen. Zu grausam, der Gedanke, dass das Mädchen wahrscheinlich zur Ehefrau für einen der Offiziere oder gar für den Anführer Joseph Kony selbst auserwählt wurde.
Drei Tage lang versteckte sich Aimé mit ihren vier jüngeren Kindern im Wald. Selbst das Weinen verbot sie ihnen. Jeder Laut konnte sie verraten und ihnen das Leben kosten. Nicht mehr als ihre Kleider am Leib hatten sie als sie sich schliesslich zu einem 90 Kilometer langen Fussmarsch nach Dungu, der Hauptstadt des Bezirks, aufmachten. Hier leben sie seitdem in einem kleinen Flüchtlingscamp. Ihre Bleibe ist aus Stecken und Palmblättern gebaut, eine Plastikplane vom UN-Flüchtlingshilfswerk schützt etwas vor den schweren Tropenregen. Doch mit der Not kam auch bald das Elend. Aimés Jüngste
bekam vor wenigen Wochen starken Durchfall und starb daran.
Mit über 100 anderen Familien teilt sich Aimé das Kochgeschirr, die Feuerstellen, den kleinen Bambusunterstand, wo sie sich tagsüber unter dem schattenspendenen Palmdach zusammen setzen. Irgendwann stellt dann immer jemand die Frage: Warum haben uns ugandische Rebellen überfallen? Warum töten sie uns?
Ein Jahr später gibt es darauf immer noch kaum Antworten. Vor wenigen Tagen haben die Rebellen das Dorf Bangadi überfallen und dort erneut mehr als 10 Menschen umgebracht und zahlreiche Personen entführt. Das Morden geht weiter. Ein katholischer Priester, den ich diese Woche besucht habe und der den Konflikt und die Hintergründe der LRA gut kennt, fasst es in einem Satz zusammen: Kony tötet, um zu töten.
Der Onkel
Wir waren vergagene Woche auf der Beerdigung einer unserer Mitarbeiter. Ein trauriges und emotionales Erlebnis und gleichzeitig eine einzigartige Lehrstunde über Traditionen und Volksglauben.
Da wäre die Totenwache, bei der die Familie, Freunde und Nachbarn zusammenkommen. Matratzen, Bastmatten und Liegestühle werden aufgestellt, eine schnarrende Stereoanlage erfüllt die Nacht mit Liedern. Aus Bambusstangen und Plastikplanen bauen einige junge Männer ein Zeltdach gegen den Regen auf und Holzfeuer wärmen und spenden Licht.
Da wäre das Wechselspiel zwischen Lachen und Weinen. Während bei uns eine Beerdigung eher von getragener Stille und dem Andenken geprägt ist, werden im Kongo Emotionen offen gezeigt. Lautes Weinen, Schluchzen und Schreien wechselt sich mit fröhlichem Plaudern und Lachen ab. Manchmal so unvermittelt, dass unsereins überrascht ist. Und doch ist es nur ein Spiegel des Lebens hier: Freud und Leid, Leben und Tod, Trauer und Freude liegen im kongolesischen Alltag nahe beieinander. Es prägt Menschen und ihre Art, mit jenen Ereignissen umzugehen.
Und schliesslich wäre da "l'oncle" - der Onkel. Wohl die verblüffendste Tradition. Doch zuerst etwas Hintergrund: Stammesgeschichte hat hier - so viel ist bekannt - grosse Bedeutung. Sie ist oft über Jahrhunderte von Mund zu Mund überliefert worden. Meist erklärt eine Familiengeschichte, wie sich Geschwister getrennt haben und unterschiedliche Stämme entstanden sind. So auch bei den Budu und Nande. Seit jener Zeit der Trennung sind sich die Budu und Nande gegenseitig "Onkels". Dem Onkel des jeweils anderen Stammes kommt eine gehörige Bedeutung zu. Oder ungehörige, je nachdem, wie man es sieht.
Denn der Onkel wird immer wieder bei Festivitäten und Zeremonien wie Todesfällen und Hochzeiten auftauchen - um zu stören. So auch bei unserer Beerdigung. Zur Grablegung unseres Mitarbeiters, ein Budu, tauchte ein Nande auf. Der Nande-Onkel beharrte zunächst lautstark darauf, das Auto mit dem Sarg zu chauffieren und als ihm dies verweigert wurde, blockierte er kurz darauf den Trauerzug durch die Stadt mit seinem Motorrad. Nicht nur einmal, nein zwei Mal! Selbst am Grab noch schwang er Reden und störte mit Kommentaren. Auf ein Kopfschütteln unsererseits folgte die Erklärung. Wir hätten noch Glück gehabt. Denn ein beharrlicher Onkel könne selbst ins Grab steigen und erst wieder herauskommen, wenn man ihm eine Auslöse zahle. Ein Onkel kann teuer werden!
Wir kamen glimpflich davon. Zwar wollte sich der angetrunkene Onkel noch für einen Job als Zimmermann bei uns empfehlen, doch ein anderer Mitarbeiter, auch ein Budu, nahm sich des Onkels an und verhinderte weitere Querelen. Was sie unter sich ausgmeacht und verhandelt haben, wissen wir nicht. Jedenfalls herrschte anschliessend Ruhe.
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LRA-Sprecher for President
David Nyekorach Matsanga, lange Zeit Sprecher der Rebellenorganisation Lord's Resistance Army (LRA), will Präsident in Uganda werden. Das vermeldet diese Tage die New Vision, eine der beiden grossen Nationalzeitungen in Uganda. Matsanga erklärte der Redaktion, dass er die LRA verlassen will und sich für die Präsidentschaftswahlen 2011 aufstellen lassen möchte.
Der Ugander hatte mehrfach in der Oeffentlichkeit jegliche Uebergriffe der LRA auf die Zivilbevölkerung im Kongo abgestritten und diese These zuletzt am 4. August geäussert. Am vergangenen Donnerstag dagegen erklärte er gegenüber der New Vision, dass er Kony gesagt habe, er solle aufhören zu töten. "Es ist vorbei. Ich werde die LRA verlassen. Für immer."
Matsanga hatte bereits mehrfach der LRA den Rücken gekehrt. Er kündigte im April 1999 seinem Führer Joseph Kony die Zusammenarbeit und verlass im Februar 2000 in London öffentlich eine Entschuldigung für seine Taten in den Reihen der LRA. Dann war er allerdings plötzlich wieder als Unterhändler der LRA in den Friedensverhandlungen im Januar 2008 aufgetaucht, um kurz darauf mit einem Umschlag am Flughafen von Juba (Südsudan) erwischt zu werden, in dem 20'000 Dollar steckten, so die ugandische Zeitung.
Quelle: http://www.newvision.co.ug/D/8/12/691308
Zahltag
Auch wenn ansonsten das Verwaltungs- und Steuerwesen in der DR Kongo vieles zu wünschen übrig lässt, pünktlich zum Monatsbeginn dürfen wir die Abgaben auf die Gehälter vom Vormonat begleichen. Wegen chronischen Personalausfalls in unserer Administration, musste ich gestern in persona die Zahlung vornehmen.
Neben den Sozialabgaben, bei welchen sich unsere kongolesischen Kollegen zu Recht fragen, wie viel sie davon je in einer Rentenauszahlung wieder sehen, bezahlen wir auch Einkommenssteuern. Diese werden über das Banksystem direkt an die Hauptstadt Kinshasa abgeführt. Ich hatte einen Termin für 9:00 Uhr ausgemacht - und sass um 9:15 Uhr immer noch vor verschlossenem Büro. Als der erste Angstellte eintrudelte, sah er sich in der Pflicht, den Chef an den Termin mit der Muzungu zu erinnern. Selbstverständlich waren seine Telefoneinheiten leer. Eine chronische Amtskrankheit im Kongo. Ich lieh ihm mein Telefon. Kurz darauf eilte der Vorgesetzte heran und wir nahmen an einem heillos überfüllen Schreibtisch Platz.
Es galt eine wichtige Verhandlung zu führen, denn wir wollen in Zukunft unsere Steuern in Dollar bezahlen. Das macht Sinn, wenn man bedenkt, dass unser Abgabenbetrag in der Landeswährung sage und schreibe 1'552'100 Kongolesische Franc ausmachen. In Worten: Eine Million Fünfhundertzweiundfünfzig Tausend und Einhundert Franc. Tatsächlich erwartet man von uns, auf Isiros Strassen eine Wechselstube zu suchen, die nicht mehr als ein einfacher Bretterverschlag ist und dort dann Geldscheine abzuzählen. Stundenlang. Und dann mit gefüllten Plastiktüten zur Bank zu trotten, wo es erneut per Hand gezählt wird. Nochmal stundenlang. Der grösste kongolesische Geldschein im Umlauf ist ein 500 Franc Schein...
Und wenn wir den Betrag auf der Bank in Dollar einzahlen? "Ah..., hm..., also.... das wäre uns auch nicht so Recht, denn die Bank in Isiro hat leider einen niedrigeren Wechselkurs als in der Hauptstadt." Viel gewandtes Verhandeln, charmantes Lächeln und ausholendes Erklären später verspricht mir mein Gegenüber zumindest, beim Oberchef vorzusprechen. Er rufe mich gegen Abend zurück.
Der Anruf kam bereits zehn Minuten später. Alles in Ordnung, man habe sich entschieden, unserer Bitte zu entsprechen und ich könnte schlussendlich die Zahlung in Dollar vornehmen. Ich verspüre ein leichtes Erfolgsgefühl. Am Abend erklärt mir eine SMS auf dem Telefon so einiges: "Fräulein Suzanne. Ich denke gerade an Sie. Gestatten Sie mir, Sie wiederzusehen?"
Hillary in sieben Schritten durch Afrika
Sie ist bereits angekommen, auf afrikanischem Boden. Und zwar in Nairobi. Hillary Clinton springt in den kommenden elf Tagen einmal quer über den Kontinent: Kenia, Südafrika, Angola, Cap Verde, Nigeria, Liberia und auch Kongo. Hier will sich die Aussenministerin mit Vergewaltigungsopfern in Goma treffen. Vergewaltigung wird in den vielen Konflikten, die den Nord-Osten nicht zur Ruhe kommen lassen, immer noch als systematische Waffe eingesetzt, um Frauen zu erniedrigen und Familien zu zerstören.
In Nigeria und Angola, die der fünft und sechst grösste Oelzulieferer der USA sind, wird es dagegen weitaus stärker um wirtschaftliche Belange gehen. Man darf davon ausgehen, dass Hillary Clinton sich für eine Stabilisierung der chaotischen Demokratie stark macht, denn es geht bei ihrem Besuch auch darum, sicherzustellen, dass für die nahe Zukunft wertvolle Energiereserven gesichert sind. Diese Angelegenheit ist durchaus als Wettlauf zu betrachten, denn China setzt zum Sprint an und ist für seine rigorosen Einkaufsstrategien bekannt - den Milliarden schweren Kongo-Deal im vergangenen Jahr eingeschlossen.
Wo Hillary auch ihren Fuss hinsetzen wird, dürfte sie sich sicherlich auch Fragen zur Africom gefallen lassen müssen. Das jüngste Kommando der US-Streitkräfte, das seit dem 1. Oktober 2008 aktiv ist, stösst auf dem Kontinent auf breiten Widerstand, denn im Kleingedruckten des Missionsbefehls befindet sich auch der Auftrag, wenn nötig den Zugang zu Oelvorkommen und anderen Ressourcen auch militärisch zu sichern. Selbst in Liberia dürften sich beim Stichwort Africom die Mienen verfinstern. Das westafrikanische Land hatte als einziges den Nordamerikanern angeboten, dort die Zelte des Militärkommandos aufzuschlagen - doch die USA hatte abgelehnt. Zu wenig Infrastruktur. Zu instabil. Zu gefährlich.
Militär zerschlägt LRA-Zelle
LRA-Opfer
Zwischen dem 20. und 24. Juli ist es FARDC und UPDF Soldaten gelungen, in einer gemeinsamen Militäraktion eine Zelle der LRA zu zerschlagen. Die Soldaten hatten ein Camp der LRA aufgespürt und überraschend angegriffen. Während Radio Okapi (www.radio-okapi.net) heute 23 getötete Rebellen vermeldete, sprechen interne Berichte von 22. Vier weitere Kämpfer der LRA sollen bei den Gefechten, die sich im Territoire Faradje abspielten, festgenommen worden sein. In der Folge der Gefechte sind 9 kongolesische Kinder, die die LRA in ihrer Gewalt hatte, frei gelassen worden. Faradje verzeichnet neben den Gegenden Niangara und Dingila derzeit die meisten Rebellenattacken - mit dem jüngsten Coup dürfte ein schlagkräftiger Arm der LRA allerdings deutlich geschwächt sein.
Pas de sucré?
Heute hatten wir Besuch von der DGM, der Direction Générale de Migration. Zum zweiten mal, denn gestern war die Dame, die ihre Lippen mit dunklem Lila ummalt hatte, schon einmal da.
Sie wollte gern alle Personaldaten der Expatriés, also der nicht-kongolesischen Mitarbeiter haben. Daran, dass wir diese Angaben bereits mehrmals eingereicht haben, konnte sie sich nicht erinnern. Sie ist neu.
Auf einem A4-Papier hatte sie feinsäuberlich in Stichpunkten aufgeschrieben, was sie alles von uns wissen wollte. Name, Geschlecht, Einreisedatum in den Kongo, Art des Visa, dessen Gültigkeit, der Name unseres Direktors, und so weiter und so fort. Nur einen vorgedruckten Bogen für uns hatte sie nicht. Ob ich nicht ein Papier für sie hätte? Hatte ich, doch um Zeit zu sparen, entschied ich mich für den Laptop und binnen 20 Minuten waren dann auch alle Daten der Susanne Maria Krauss eingetippt (was nicht an meiner Tippgeschwindigkeit lag!). Wir konnten zu Guido Christian Krauss übergehen. Ich veränderte einige Angaben und wollte bereits drucken - nichts da! Das ging der Dame zu schnell und sie bestand darauf, noch einmal Punkt für Punkt durchzugehen. Das war gestern.
Heute stand die dritte Runde auf dem Programm. Für unseren neuen Logistiker Mark, der erst vor wenigen Wochen angekommen ist und gestern nicht verfügbar war. Viele Minuten, Erklärungen und Nettigkeiten später waren wir endlich soweit und ich war froh, der Dame ein schönes Wochenende wünschen zu können. In der Tür dreht sie sich noch einmal um: "Pas de sucré?" und fragt damit nach einer Limo. Was sie eigentlich meint, ist eine kleine Entschädigung, ein kleines Entgelt, eine kleine Anerkennung ihres Dienstes. Gab es bei uns allerdings nicht. Sondern nur eine Tasse Tee, mit der Empfehlung, unsere Daten gut aufzubewahren.
Ueberfall auf Medair Base in Darfur
Unsere Kollegen in Darfur sind vor zwei Tagen überfallen worden. Medair hat eine Pressemitteilung zur Situation veröffentlicht:
Sudan (Northern States) - A staff member was slightly injured when shots were fired during an armed raid on a Medair compound in El Geneina, West Darfur. The compound provides a base for staff who provide essential health and water services to over 200,000 conflict-affected people in this remote part of Sudan.
In the early hours of Sunday, 19 July, a Medair compound in El Geneina, the state capital of West Darfur, suffered an armed raid. During the raid on the compound, an international staff member was hit by metal fragments when shots were fired, apparently in an attempt to force entry to a building. The other staff present were shaken but unharmed, although important communications and IT equipment were stolen. The injured staff member received immediate medical attention at a United Nations medical facility, and full recovery is expected.
The compound provides accommodation for Medairs expatriate staff working in the region, who directly manage Medairs life-saving humanitarian work in the surrounding areas. This vital work includes supporting 20 primary health care facilities and providing safe drinking water for over 200,000 people.
Medair is the longest serving operational NGO in El Geneina, having worked tirelessly in West Darfur since 2001, said Michael Sidman, Medairs Desk Officer for the Northern States of Sudan. It is fortunate that our colleague suffered only minor injuries, but this situation could easily have been much worse. If our staff are not safe staying in the town, it will be difficult for us to sustain our life-saving activities at this critical time.
An attack on a known humanitarian compound, shooting at staff, and theft of assets are all unacceptable, said John Farmer, Medairs Operations Director. Medair is an independent non-governmental organisation. It is neutral and impartial in conflicts and its sole mandate is to bring life-saving relief in disaster situations. Its staff and assets should be protected and respected.
Medair appreciates the rapid assistance that was provided to its staff by the local authorities and United Nations in the aftermath of this incident. While it remains committed to its humanitarian work in Sudan, in view of the severity of this attack, Medair has temporarily withdrawn all of its relocatable staff who were affected by the incident from Darfur to Khartoum for consultations and a review of the situation. However, life-saving activities are continuing and Medair hopes to be able to maintain its work, in collaboration with the relevant authorities, for as long as needs exist, and its staff are able to safely access those in need.
Deshalb heute ein Danke an all jene, die uns und unsere Kollegen im Gebet begleiten!